- Entscheidend sind Menge, Zugang, Material und Aufwand.
- Einen seriösen Preis gibt es erst nach einer Besichtigung.
- Ein schriftlicher Festpreis schützt vor Nachforderungen.
- Eine Wertanrechnung kann den Preis spürbar senken.
1. Die vier Preisfaktoren
Menge. Der größte Faktor. Ein halb volles Kellerabteil ist etwas anderes als ein Haus mit Dachboden, Garage und Scheune. Gerechnet wird meist in Kubikmetern, also danach, wie viel Platz der Hausrat im Transporter braucht.
Zugang. Erdgeschoss mit Parkplatz vor der Tür oder vierter Stock ohne Aufzug? Enge Treppen, weite Laufwege und fehlende Parkmöglichkeiten kosten Zeit und damit Geld.
Material. Holz, Metall, Elektrogeräte, Restmüll: Jede Sorte wird getrennt entsorgt und hat ihre eigenen Kosten. Aufwendiger wird es bei Sonderfällen wie Farben, Chemikalien oder Bauschutt.
Aufwand. Müssen Regale und Schränke abgebaut oder alte Bodenbeläge entfernt werden? Soll am Ende besenrein übergeben werden? Jeder zusätzliche Handgriff zählt.
2. Wie Anbieter rechnen
Grob gibt es drei Modelle:
- Preis pro Kubikmeter. Klingt übersichtlich. Wie viele Kubikmeter es am Ende wirklich sind, weiß vorher aber niemand genau. Die Rechnung kann also höher ausfallen als gedacht.
- Stundensatz. Sie zahlen für die Zeit. Der Endpreis steht erst am Schluss fest.
- Festpreis nach Besichtigung. Der Anbieter schaut sich alles an und nennt einen verbindlichen Gesamtpreis. Das Risiko, sich zu verschätzen, liegt bei ihm und nicht bei Ihnen.
Wir arbeiten nur mit Festpreisen. Nach der kostenlosen Besichtigung bekommen Sie das Angebot in der Regel innerhalb von 24 Stunden schriftlich.
3. Was im Preis drin sein sollte
Vergleichen Sie nicht nur die Summe, sondern auch, was dahintersteckt. Ein gutes Angebot enthält:
- Tragen, Verladen und Transport
- die Entsorgung inklusive aller Gebühren
- den Abbau von Möbeln und Regalen
- die besenreine Übergabe
- die Wertanrechnung als eigene Zeile
Fragen Sie bei jedem Angebot nach, ob die Entsorgung enthalten ist. Ein scheinbar günstiger Preis wird sonst schnell teuer.
4. So sparen Sie
- Vorher verteilen. Was Familie oder Freunde haben möchten, nehmen sie am besten vorher mit.
- Wert anrechnen lassen. Möbel, Geschirr, Werkzeug oder Sammlungen, die sich verkaufen lassen, senken den Preis. Wir verkaufen solche Stücke in unserer eigenen Trödelhalle und ziehen den Wert direkt vom Festpreis ab.
- Zugang erleichtern. Parkplatz vor dem Haus freihalten, Aufzug reservieren, Wege frei räumen. Kurze Wege sparen Zeit.
- Einzelstücke selbst loswerden. Ein paar Möbel passen auch zum Sperrmüll. Wie das im Landkreis Bad Kreuznach geht, steht im Artikel zum Sperrmüll.
5. Warum wir keine Preise ins Internet schreiben
Weil jeder Haushalt anders ist. Ein Pauschalpreis aus dem Internet kann nur grob schätzen. Das wollen wir nicht. Deshalb schauen wir uns alles kostenlos an und nennen Ihnen danach einen Preis, der gilt.
Mehr dazu, wer die Kosten trägt, lesen Sie im Artikel Wer zahlt die Haushaltsauflösung?
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick aus unserer Praxis und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt oder Notar.
