- Zuständig ist der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises. Für Privathaushalte kostet die Abholung nach unserem Kenntnisstand nichts extra.
- Anmelden geht online oder per Post. Den Termin bekommen Sie etwa zwei Wochen vorher.
- Pro Jahr zweimal bis 3 m³ oder einmal bis 6 m³ Holz- und Restsperrmüll. Metall und große Elektrogeräte kommen separat.
- Bauschutt, Renovierungsabfälle und Kartons voller Kleinkram nimmt der Sperrmüll nicht mit.
1. So melden Sie Sperrmüll an
Im Landkreis Bad Kreuznach kümmert sich der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) um den Sperrmüll. Er wird auf Abruf abgeholt, einen festen Sammeltermin gibt es nicht. So geht es:
- Online über die Website des AWB anmelden oder das Anmeldeformular per Post schicken.
- Etwa zwei Wochen vorher bekommen Sie Ihren Termin mitgeteilt.
- Den Sperrmüll frühestens am Vorabend ab 18 Uhr an die Straße stellen, spätestens am Abholtag um 6 Uhr.
- Holz und Restsperrmüll getrennt bereitstellen.
Können Sie den Termin nicht wahrnehmen, sagen Sie ihn spätestens vier Tage vorher ab. Sonst wird er auf Ihr Sperrmüllkontingent angerechnet. Stehen mehr als 3 m³ an der Straße, werden automatisch 6 m³ angerechnet.
2. Wie viel abgeholt wird
- Holz- und Restsperrmüll: zweimal im Jahr bis zu 3 m³ oder einmal im Jahr bis zu 6 m³.
- Metall und große Elektrogeräte: einmal im Jahr an einem eigenen Termin, zum Beispiel für Kühlschrank oder Waschmaschine.
- Einzelne Teile dürfen nicht schwerer als 50 kg sein. Ausgeschlossen sind außerdem Stücke, die länger als 1,70 m und zugleich größer als 1 m³ sind.
Zum Vergleich: Ein großes Sofa und ein zerlegter Kleiderschrank füllen 3 m³ schon fast.
3. Was nicht mitgenommen wird
- Bauschutt wie Fliesen, Ziegel, Rigips, Waschbecken oder WC
- Renovierungsabfälle wie Tapeten, Teppichböden, Rollläden und Dämmstoffe
- Holz aus dem Außen- und Baubereich wie Fenster, Türen oder Zäune
- Kartons und Säcke mit Kleinkram
- Kleidung, Papier und Glas
- Reifen, Autoteile, Chemikalien und Gasflaschen
Gerade der Punkt mit den Kartons überrascht viele. Bei einer Haushaltsauflösung besteht ein großer Teil aus genau solchem Kleinkram: Geschirr, Bücher, Deko, Wäsche.
4. Der Wertstoffhof als Alternative
Privathaushalte aus dem Landkreis können Sperrmüll auch selbst zu den Wertstoffhöfen bringen, zum Beispiel zum Wertstoffhof in Bad Kreuznach. Für Privathaushalte ist das gebührenfrei. Sie brauchen dafür nur ein passendes Auto oder einen Anhänger und etwas Zeit.
5. Wann sich eine Entrümpelung lohnt
Für ein paar Möbelstücke ist der Sperrmüll oft die günstigste Lösung. Eine Entrümpelung lohnt sich, wenn
- mehr als 6 m³ anfallen, zum Beispiel bei einer ganzen Wohnung oder einem Haus,
- viel Kleinkram in Kisten dabei ist,
- Sie nichts selbst die Treppe runtertragen können oder wollen,
- eine Frist drängt, etwa die Wohnungsübergabe,
- noch Dinge mit Wert dabei sind, die angerechnet werden können.
Wir räumen alles in einem Termin, sortieren nach Material, entsorgen fachgerecht und rechnen an, was in unserer Trödelhalle noch einen Käufer findet. Zum Festpreis, nach kostenloser Besichtigung. Mehr dazu auf der Seite Entrümpelung.
Stand der Angaben: Oktober 2026, nach dem Anmeldeformular des AWB Bad Kreuznach und weiteren Quellen. Regeln und Mengen können sich ändern. Die aktuellen Bedingungen nennt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises.
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick aus unserer Praxis und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt oder Notar.
